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Rezept für Ricotta-Aprikosen Crostata

-il profumo dell’estate

In einer italienischen Küche (auch in einer halbitalienischen Küche), darf eine leckere Crostata niemals fehlen. Das gute hierbei: sie ist superschnell zubereitet und kann nach Belieben gefüllt werden- je nachdem, was ihr gerade daheim habt. Wer’s schokoladig mag nimmt Nutella, die fruchtige Variante ist mit Obst oder ganz klassisch mit Ricotta. Ich zeige Euch heute eine Ricotta-Obst Variante, die einen direkt in den Süden, auf eine nach Zitronenblüten duftende Terrasse, versetzt. Der Grundteig (Mürbteig) ist immer der gleiche. Besonders lecker schmeckt auch die Schoko-Variante mit Kakao im Mürbteig (50g Mehl mit Backkakao ersetzten) – unbedingt ausprobieren!


Tipp

Damit die schöne Tarteform nicht zerkratzt, empfehle ich Euch, sie mit Backpapier entsprechend zu präparieren. Schneidet zwei Streifen vom Backpapier ab (ca. 5 cm breit) und legt sie überkreuz in Eure Tarteform. Die Enden sollten über den Rand der Form hinausragen. So könnt ihr später die Crostata einfach herausheben 😊


Zutaten

Zutaten 24 cm Tarteform

Für den Teig:

  • 300g Mehl
  • 200g Butter
  • 100g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Für die Füllung:

  • 250g Ricotta
  • 400g Aprikosen
  • Optional: brauner Zucker
  • Optional: Zitronensaft
  • Puderzucker zum bestäuben

So wird’s gemacht

Für den Teig gibt es zwei Varianten: so wie’s meine Mama macht oder so wie ich es mache, faul und mit einer Küchenmaschine.

Variante 1: Gebt das Mehl, zu einem kleinen Mehlberg getürmt, auf Eure Arbeitsplatte. Formt in der Mitte eine kleine Mulde. Gebt in die Mehlmulde das Ei hinein. Zucker und eine Prise Salz kommt auf den Mehlkrater. Die Butter kommt in kleine Stücke geschnitten ebenfalls auf den Mehlkrater, um das Ei herum. Jetzt kommt der spaßige Teil: kneten. Die Zutaten müssen solange verknetet werden, bis ein glatter Teig entsteht, den ihr problemlos zu einer Kugel formen könnt. Packt den Teig in eine Tupperbox (wahlweise in eine Folie, aber Vorsicht, Plastik – Umwelt) und legt ihn für eine Stunde in den Kühlschrank.

Variante 2: Schmeißt alle Zutaten für den Teig in die Küchenmaschine und lasst sie einmal gut durchkneten. Sobald die Zutaten krümelig in der Schüssel herumirren, könnt ihr den Teig mit den Händen zu Ende kneten. Formt den Teig zu einer glatten Kugel. Packt die Kugel in eine Tupperbox (wahlweise in eine Folie, aber Vorsicht, Plastik – Umwelt) und legt ihn für eine Stunde in den Kühlschrank.

Während der Kühlzeit könnt ihr die Form und Füllung vorbereiten (siehe Tipps). Fettet die Form ordentlich ein, auch in diesen kleinen Tarte-Rillen. Jetzt kommt die Füllung dran. Hier könnt ihr alles verwenden, was ihr noch daheim habt. Ob Nutella, Marmelade, Quark, Ricotta oder frische Früchte. Ich liebe eine Schicht Ricotta, und frische  Aprikosen darauf.

Erhitzt hierfür in einem Topf ca. 4 EL Wasser, etwas Zitronensaft und 2 EL braunen Zucker. Gebt die in Scheiben geschnittenen Aprikosen hinzu und karamellisiert diese mit schnellem Umrühren. Lasst die Aprikosen etwas einkochen, aber aufpassen: hier die Hitze reduzieren. Wenn ihr Früchte aus der Dose nehmt, braucht ihr keinen Zucker mehr hinzuzufügen, da die meisten Dosenfrüchte bereits in Zuckerwasser eingelegt sind. Das Mouse sollte mindestens 10 Minuten köcheln. Je länger das Aprikosenmouse einkochen kann, desto leckerer wird es. Gebt nach Bedarf noch etwas Wasser hinzu, sodass das Mouse schön blubbern kann und nicht verbrennt. In der Winterzeit könnt ihr auch eine Prise Zimt hinzugeben.

Nach der Kühlzeit geht’s weiter: Erhitzt den Backofen auf 180°C Umluft. Teil den Teig zu 1/3 für die Deko und 2/3 für den Boden. Rollt den Boden aus und legt in die vorbereitete Form. Pickst mit einer Gabel Löcher in den Teig.

Füllt jetzt der Ricotta auf den Teig und gebt die Aprikosenmouse dazu. Rollt den restlichen Teig aus und schneidet ihn in ca. 1-2 cm breite Streifen. Legt die Streifen im Karomuster auf die Tarte und drückt die Enden leicht mit dem Rand der Tarte fest. Für das Schneiden eignet sich eine Pizzaschneider besonders gut. Auch hier sind euch keine Grenzen gesetzt, ihr könnt den Teig auch flechten, ausstechen oder in zickzack schneiden und auf die Crostata legen.

Die Crostata muss für ca. 40 Minuten bei 180°C backen. Kontrolliert sie regelmäßig, nicht das der Dekorationsteig zu dunkelt wird.

Bestäubt die abgekühlte Crostata mit Puderzucker, und lasst sie euch schmecken!
Buon Appetito!